[Kolumne] Krisenvorsorge, meine Frau und ich – Teil III

Hey Leute. 

Ich hoffe, alle sind soweit gesund und munter, wenn Ihr euch den dritten Teil meiner Kolumne zu Gemüte führt. 

Eines gleich als Erstes, dieser Teil könnte knackig werden. Alles was jetzt folgt, spiegelt MEINE Meinung wieder, für jene die noch nicht verstanden haben was eine Kolumne ist. Denn in den letzten Tagen sind Dinge zu lesen und Verhaltensweisen zu sehen, die ich so nicht unkommentiert lassen möchte. 

 

“Schatz?” 

“Ja?” 

“Wieso kaufen die alle Hamster?” 

“Wie Hamster?”  

 

Ihr habt es erraten, es geht um den enorm gestiegenen Konsum. Komisch oder? Noch gar nicht lange her, da wurde man komisch angesehen, wenn man sagte, dass man sich einen kleinen Vorrat für schlechtere Zeiten zusammen sammelt. Nein, eigentlich noch schlimmer, auf einmal stand man unter anderem mit in der Ecke der rechtsradikalen Terror Gruppierungen. Was nach wie vor absoluter Bullshit ist. Aber fangen wir von vorne an… 

Die Leute unter uns, die ihre Urgroßeltern noch erleben durften oder auch Großeltern erleben, kennen es sicher. Irgendwo war bzw. ist immer ein kleiner Vorrat für schlechtere Zeiten.

Das hat sich im Laufe der Zeit aber geändert, denn die Geschäfte haben sich dem Konsumverhalten der Endverbraucher angepasst. Jeden Tag Fleisch? Früher gab es das so nicht. Da ist man auch nie jeden Tag oder jeden zweiten Tag einkaufen gegangen. 

Für viele schon vollkommen unverständlich, 2016 eine Information und Broschüre des BBK. (http://www.bbk.bund.de/). Vorsorge für den Katastrophenfall. Katastrophenfall, ja ne, ist klar. Aber einige haben sich das schon damals zu Herzen genommen und angefangen zu überlegen, welche Katastrophen für sie in der Region oder auch Privat eintreten könnten. 

Dann, im August 2017. Prepper in Mecklenburg-Vorpommern, geraten ins Visier der Ordnungskräfte. Ab diesem Moment ging es richtig rund. Immer und immer wieder wurde der Ausdruck Prepper in ein schlechtes Bild gerückt, in das Bild des rechtsextremen Terroristen oder vollkommen verrückten Weltuntergangstypen. Wer legt da denn noch einen Vorrat an? Niemand! Niemand möchte in einer dieser Ecken stehen und auch wichtig ist jeher gewesen, was denken nur die Nachbarn. 

Was uns als K-S-Info ja auch dazu veranlasst hatte eine Umbenennung zu tätigen. Es wurde in fast allen Artikeln betont, dass wir uns klar von Radikalen ganz gleich ob rechts oder links, distanzierten. Dennoch wollten wir machen, was wir bisher machten. Aufklären, informieren und, wenn man es möchte, auch einen Ratschlag mitgeben. 

Ganz unter uns, ich persönlich war mehr als begeistert darüber, wie Ihr als Nutzer unserer Plattformen diese Neuerung aufgenommen habt. Danke von mir, und ich denke ich spreche im Namen des Teams, für eure Treue! 

Zurück zum Thema! 

Jetzt stellt sich raus, dass ein eventueller Notfall eintreten könnte und was geschieht? Richtig!  Die Leute besorgen sich einen Vorrat. Und…. 

“Schatz, komm auf den Punkt und sprich Klartext!” 

“Ist ja gut.” 

Also! 

2016:

Leute, bereitet euch vor, für ca. 14 Tage. Das entlastet die Hilfsorganisationen und überbrückt mögliche Engpässe. Dieser Aufforderungen kamen einige nach. 

2017 – 2019: 

Prepper sind Nazis! Nö! Nazi will ich nicht sein, keine Bevorratung.

2020 

Corona ist halb so wild, alles gut. Menschen vertrauen dem Mann der nicht vom Fach ist.  

Oh, Corona könnte doch schlimmer sein als gedacht. Die Menschen schauen in den Rest Europas und der Welt. Die Informationen über das, was alles geschehen könnte, prasseln in wenigen Stunden auf die Bürger ein. Die Medien geben den Rest dazu. Und? 

Richtig!  

Panik! Naja oder auch nicht. Denn panische Situationen sehen anders aus, könnte man, glaube ich, mit den Aldi Volks-PC Angeboten von früher vergleichen oder wenn C&A heute Ihre 75% Aktionen startet.  

Eigentlich ist es eine ganz einfache Rechnung. Die Menschen vertrauen den Aussagen unserer Politischen Gesundheitselite und den Aussagen von Virologen. Was ja im Normalfall gut ist. Denn sie sollten ja wissen, was sie sagen und machen. Das sollte man zumindest annehmen. Ich hatte es in der letzten Kolumne ja schon angeschnitten, was ich persönlich von Herrn Spahn seiner Arbeit halte. 

Da eben genau dieser Mann sich in seinen Worten und Formulierungen in den letzten Tagen so oft gedreht hat, bekommen die Menschen Angst und Sorge. Spätestens als die Informationen über das Verhalten bei einer angeordneten Quarantäne veröffentlicht wurden, war es vorbei. Denn das war auch der Punkt in dem man nicht mehr glauben wollte, dass es eben keine Sperrbezirke gibt. Wie wir ja mitbekommen haben, gibt es inzwischen Institutionen die geschlossen sind (Kitas, Schulen). Das besorgt vor allem auch jene die Kinder haben. Natürlich, denn diese sind jetzt daheim und die gilt es außerhalb der Gewohnheiten mit zu versorgen. 

Also sind viele dieser “Hamsterkäufe” nichts anderes als ein Monatseinkauf. Warum das so dermaßen nach Eskalation aussieht, liegt auf der Hand. Viele haben vor Augen, morgen könnte jemand klingeln und sagen “Quarantäne”. Denn ab diesem Moment, geht keiner mehr irgendwo hin. Dann bedeutet es die Zeit zu überstehen im eigenen Haus, nichts mehr mit jeden Tag einkaufen gehen.  

Wenn man eben die Summe der Konsumenten nimmt, die jeden Tag oder alle paar Tage einkaufen geht und alles was sie so zusammen kaufen  in einen Wagen packen würde. Dann würden wir auf das Bild kommen, dass wir in den letzten Tagen häufig sehen. Krank oder? Was wir so alles konsumieren, einmal von uns selbst vor Augen gehalten zu bekommen. 

Natürlich sind da auch jene, die es übertreiben. Das steht außer Frage. Das es hauptsächlich Lebensmittel sind, die länger haltbar sind sollte auch klar sein. Verderbliche Waren sollten schnell verwendet werden. Kaum einer von uns lässt Obst zwei Wochen liegen, oder? 

Ach, und hat heute (11.03.2020) mal jemand der Kanzlerin zugehört? Da sagte sie doch tatsächlich, jeder sollte sich einen kleinen Vorrat halten. Nur eben langsam machen. Schade! Ich glaube, der Bänker neben Ihr hat da nicht zugehört, denn normalerweise hätte dem doch alles aus dem Gesicht fallen müssen, nachdem seine Chefin Ihn so in den Rücken gefallen ist. Ich jedenfalls musste grinsen. 

So damit haben wir das Thema Lebensmittel abgehakt. 

 

Dann bleibt da noch das Thema Hygiene. 

Ich sehe schon den einen oder anderen von euch die Hände über den Kopf zusammenschlagen. 

Zu Recht! 

Also wenn ich von mir ausgehe, kann ich sagen, dass auch ich FFP3 Masken in meinem Besitz habe. Wie viele? Ausreichend, um die 7 Personen um die es sich bei mir handelt, abzudecken.  

Ja aber Moment mal, die nutzen doch eigentlich gar nichts gegen das Virus.  

Lese ich ja in letzter Zeit an jeder Ecke, muss also stimmen. Oder? 

Aber achtet mal auf die Medien. Wenn da Dokus (wie gestern auf Phoenix zu sehen) gemacht werden, klingt das auch schon wieder anders und selbst der Reporter wurde schick eingekleidet.

Doch sie nützen.  

Meine Kinder haben alle eine in Ihrem Rucksack und alleine das lässt sie sich sicherer fühlen. Denn kaum zu glauben, die bekommen mit was los ist und wenn sie sich sicherer fühlen, dann ist das mein Gewinn. Ganz davon abgesehen was momentan an deren Schulen abgeht. Wenn Lehrkräfte schon mit Masken rumlaufen, wird es interessant. Aber sie sind ordentlich aufgeklärt und wissen wie zu handeln ist. Also ich meine, meine Kinder, bei den Lehrkräften bin ich mir da nur bedingt im Klaren. 

Ansonsten sollen diese Masken aber hauptsächlich meine Mitmenschen schützen. Also im Falle dessen, dass ich infiziert werden würde.  

Handdesinfektionsmittel haben wir auch alle immer dabei. Je nach Unternehmung mal mehr oder mal weniger. Auch Tücher, ich setze mich ungerne auf einen von mir nicht gereinigten stillen Ort. Als Pendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Person im sozialen Dienstleistungsgewerbe lege auch viel Wert darauf, diese Desinfektionsmittel zu nutzen. 

Klingt schon logischer als der Vorwurf zum egoistischen Massenhort oder? 

Ok, ich höre schon den einen oder anderen sagen:  

“Aber in den Krankenhäusern und Praxen wird geklaut.” 

Stimmt! Das ist ein Umstand, der alles andere als Akzeptabel ist  

Das ist Diebstahl, ganz gleich wo und von wem. Aber hier spreche ich insbesondere von Kliniken etc. Diese benötigen Ihre Dinge zur täglichen Arbeit. Es ist einfach nicht machbar, z.B. einen Chemo Patienten ohne gewissen Schutz anzufassen. Das könnte diesen das Leben kosten! 

Eine LKW-Ladung mit Atemschutzmasken für das Charité wurde gestohlen? Ja sagt mal geht es denn noch? Das ist definitiv etwas, dass weder etwas mit Panik noch mit Vorsorge zu tun haben kann! Das ist ein krimineller Akt, der lebensbedrohlich für andere sein kann. 60.000 Masken, die diese Institution dringend braucht.  

Ich denke wir sind uns einig, diese dienen mit Sicherheit nicht der eigenen Vorsorge. 

Das wirft wieder ein blödes Licht auf jene, die sich vorbereiten auf diese oder andere Situationen und wird von den Medien genutzt und so verkauft wie es die Situation grad benötigt.  

 

Wieso haben wir aber diesen momentanen Mangel?  

Naja zuerst einmal, haben wir zwei Lieferungen an China gesendet. Was meiner Meinung nach auch vollkommen richtig war.  

Laut Herrn Spahn war ja auch alles supi. (Wer hätte auch gedacht, dass es Urlauber in den Regionen des Ausbruchs gibt oder wir Handel mit denen betreiben.)  

Das andere ist der pure Kapitalismus! 

Das Ergebnis von Privatisierungen. Wer Gewinne erwirtschaften will, muss sparen! Ich denke Personen in der Pflege, dem sozialen und den Krankenhäusern können das durchaus bestätigen.  

(Ich habe auf die Schnelle nichts Aktuelles gefunden, aber hier mal etwas für diejenigen die das Ausmaß einmal sehen wollen, ist von 2009. https://www.boeckler.de/pdf/v_2009_01_22_schultenboehlke.pdf) 

Ein privates Unternehmen legt keine Vorräte an. Das ist, solange es nicht genutzt wird, totes Kapital.  Klingt erschreckend, ist es aber rein wirtschaftlich gesehen nicht. Wobei, sich das einmal vor Augen zu halten, ist schon erschreckend.  

Ja, ich bin der Meinung, dass diese Privatisierungen ein riesiger Fehler war. 

Dennoch scheinen wir ja eigentlich doch noch Reserven zu haben. Denn das was die Franzosen machen, hält auch ein Herr Spahn inzwischen für eine gute Idee (etwas spät, aber immerhin). Die Beschlagnahmung von Schutzausrüstung und die Zurückhaltung von Exporten.

Nein keine Sorge, wir dürften da nicht gemeint sein. Wir reden hier von Lagerhallen und Produkten, die hier bei uns gefertigt werden, um dann ins Ausland verkauft zu werden. Oder durch die entstandene Panik, auch innerhalb des Landes an den verängstigten Bürger.  

 

Ganz nüchtern betrachtet, machen momentan sehr viele Menschen sehr viel Geld durch die Angst der Menschen. Das ist ein Umstand, den ich massiv widerlich finde.  

Ehrliche Worte zu Beginn an oder von mir aus Anfang Februar, hätten uns diese Bilder und Situation sicherlich erspart. Das Warten bis zum letzten Moment schürte die Angst der Menschen unnötig.  

Sich dann hinstellen und sagen man könne gar nicht verstehen wieso die Menschen so reagieren, ist das Widerlichste und Verachtenste, dass ich in den letzten Jahren im Gesundheitswesen gesehen habe, und ja, dieser Gruß geht direkt nach Berlin! 

Ich bin mir auch ganz sicher, dass wir mit dem Thema Corona noch lange nicht fertig sein sind.

Besonders, da wir ja bei jeder Presse Konferenz aufs Neue sehen, dass viel gesprochen und nichts gesagt wird. 

 

 

Das musste ich dann mal alles loswerden! 

 

Also, bleibt mir alle gesund und gut vorbereitet auf alles was euch treffen könnte. 

Denkt immer daran, 

Gemeinsam stark und vorbereitet 

Euer Freki 

#KSi #COVID19 #Kolumne

Krisenvorsorge, meine Frau und ich – Teil I – Krankheit und Unfall 

https://k-s-info.de/kolumne-krisenvorsorge-meine-frau-und-ich/ 

Krisenvorsorge, meine Frau und ich – Teil II – Corona  

https://k-s-info.de/kolumne-krisenvorsorge-meine-frau-und-ich-teil-ii/ 

 

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