9 Tipps zum Schutz vor Erkältungen/Grippe

Tipp 1: Mach dich schlau!

Das Verständnis von Erkältungen ist ein wichtiger Baustein, um diesen gezielt vorzubeugen. Denn der volkstümliche Name dieser Erkrankung führt in die Irre: Nicht die Kälte ist ursprünglich schuld an einer solchen Infektionskrankheit, sondern Viren. Diese Krankheitserreger benötigen drei Voraussetzungen, um einen Menschen wirksam zu überfallen:

Erstens müssen Sie in einer ausreichenden Zahl vorhanden sein,

zweitens eine Eintrittspforte finden und

drittens dort lokal und im ganzen Körper das Immunsystem besiegen – schon ist die Erkältung da!

Tipp 2: Lass dich nicht anstecken!

Um sich eine „Erkältung“ zu zuziehen, bedarf es nicht nur der Kälte, sondern auch noch eines Virus oder seltener eines Bakteriums, das die Krankheitssymptome verursacht. Vermeide daher in den Zeiten so genannter „Grippewellen“ oder anderer örtlich auftretender Virusinfektionen und eigener Immunschwächeperioden (nach langen Wettkämpfen, harten Trainingseinheiten oder in Stressphasen) große Menschenansammlungen. Du solltest dich zwar nicht sozial isolieren – aber schlecht belüftete Stadtbusse, Kinos, Diskotheken oder die endlose Schlange am Supermarkt um die Ecke mit schniefenden, schnäuzenden und hustenden Menschen, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen sind ideale Orte, sich eine Erkältung zu zuziehen.

Tipp 3: Schlafe genug!

Schlaf ist die wichtigste Phase zur Wiederherstellung belasteter Körperfunktionen. Wer an dieser Stelle spart, wird nach einiger Zeit seine Rechnung bekommen – vor allem, wenn diesem Defizit mit Kaffee oder ähnlichen „Drogen“ künstlich nachgeholfen wurde. Dein Schlafzimmer sollte gut belüftet sein, trockene Heizungsluft lässt die Schleimhäute dagegen austrocknen: Krankheitserreger haben so eine größere Chance zum Eintritt. Die meisten Menschen kommen mit sechs bis neun Stunden Schlaf pro Nacht aus, das durchschnittliche Schlafbedürfnis sinkt mit dem Alter. Untersuchungen haben gezeigt, dass regelmäßiger harmonischer Sex das Immunsystem kräftigen kann.

Tipp 4: Denke positiv!

Durchsuche doch einmal in deiner eigenen Biografie: Die Stimmung hat oft einen massiven Einfluss auf das Immunsystem! Negativer Stress, Wut, Trauer und Aggressivität beeinträchtigen auch die Abwehrfunktionen. Positiver Stress, Freude, ausgefüllte Partner- und Freundschaften und all das, was dir schlicht und einfach „Wohlbefinden“ bereitet, stärken das Immunsystem. Also: Lerne abzuschalten, pflege den Familie- und Freundeskreis, beginne den Tag mit einem Lächeln, nehme den Feierabend beim Wort und verstehe einfach hin und wieder mal etwas Spaß!

Tipp 5: Ernähre dich ausgewogen!

Viele Inhaltsstoffe unserer Ernährung üben einen positiven Effekt auf das Immunsystem aus. Für die Vitamine A, E, Beta-Carotin, C, B6 und Folsäure ist eine immunstimulierende Wirkung beschrieben. Auch Selen und Zink schützen und stärken die Abwehrzellen. Eine besondere Rolle spielen sicher auch die noch nicht lange erforschten sekundären Pflanzenstoffe. Forscher haben ferner herausgefunden, dass Kohlenhydrat-gaben während und direkt nach einer körperlichen Belastung einen positiven Effekt auf das Immunsystem haben. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wirkt förderlich auf die Immunfunktionen.

Tipp 6: Wähle die passende Kleidung!

Nach dem Schwimmbadbesuch ist nicht nur die Mütze, sondern auch ein Schal Pflicht. So kann die kalte Luft, die eingeatmet wird, vorgewärmt in die Bronchien gelangen. Dass 40 Prozent der Körperwärme über den Kopf abgegeben werden ist dagegen ein Mythos. Laut Forschern der Universität von Indianapolis verliert der Mensch über jede Körperpartie gleich viel Wärme. Wenn er dick eingepackt ist und nur der Kopf unbedeckt ist, entweicht die Wärme eben über den Kopf.

Tipp 7: Wasch die Hände!

Ein ganz einfaches Mittel, um Erkältungen vorzubeugen, ist das häufige Händewaschen. Studien zufolge reicht dafür normale Seite, es muss also keine anti-bakterielle sein. Vermeiden Sie es außerdem in der Erkältungszeit, mit Ihren Händen übermäßig oft Mund und Schleimhäute zu berühren.

Tipp 8: Nutze die Wärme und Kälte!

Dosierte Wärme- und Kältereize wirken stimulierend auf das Immunsystem. Saunagänge sind eines der ältesten „Hausmittel“, um Erkältungen vorzubeugen, auch wenn der genaue Mechanismus umstritten ist: Der Temperaturwechsel wirkt sich positiv auf die Immunlage aus, der Flüssigkeitsverlust wirkt dem entgegen – wahrscheinlich hat auch das subjektive Wohlbefinden einen Anteil an der zugesprochenen Schutzfunktion der Saunabesuche. Wechselduschen kosten zwar Überwindung, härten aber ab. Die ganz Harten stellen mit dem Zeremoniell des vielerorts traditionellen Eisbadens ihre Widerstandskraft unter Beweis.

Tipp 9: Regeneriere dich und mache Trainingspausen!

Vorsichtig solltest du nach intensiven Trainingseinheiten sein, da das Immunsystem noch zwei bis drei Stunden nach der Belastung geschwächt und sehr anfällig für Viren und Bakterien ist, der sogenannte Open-Window-Effekt tritt ein. Ärzte empfehlen in dieser Phase Menschenansammlungen oder den Kontakt mit Erkrankten zu meiden.

Übereifer im Training trotz beginnender Erkältungskrankheiten kann oft zum so genannten „Verschleppen“ oder einer Verschlimmerung der Symptomatik führen. Im schlimmsten Falle drohen Schädigungen der Inneren Organe, die das aus bedeuten können. Gönne dir eine Pause und mach dir bewusst, dass viele Krankheiten als Warnsignal des Körpers bei drohender Überlastung verstanden werden müssen. Und denke immer daran: Eine ordentliche Mahlzeit stärkt dich und Schlaf ist die beste Medizin!

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